Regionalliga Fragen

15 Sep 2015

Standortverlegung von Bundesligavereinen

Frage:

Ich würde gern erfahren, ob es (theoretisch) für einen Bundesligisten möglich ist seinen Standort in eine andere Stadt zu verlegen. Zum Beispiel: kann der HSV sein Stadion bzw. Hauptsitz von Hamburg nach Bremen oder Dortmund oder München verlegen?

Antwort:

Es ist zwar theoretisch möglich, aber mit großen Hürden verbunden. Eine Voraussetzung für die Lizenzerteilung in der DFL (1. und 2. Bundesliga) ist laut II. §1 Abs. 2 des DFL-Ligastatut die Zugehörigkeit zum jeweiligen Landesverband seit mindestens 3 Jahren.

Die Mitgliedschaft im jeweiligen Landesverband ist in deren Satzungen geregelt. Exemplarisch heißt es dazu in der Satzung des Fussball-Landesverband Brandenburg unter §7, Abs.1a „Die Vereine müssen im Vereinsregister des für ihren Sitz zuständigen Amtsgerichtes eingetragen sein. Über Ausnahmeregelungen entscheidet der Verbandsvorstand auf Antrag.“

Der Verein müsste also als erstes seinen Sitz in die andere Stadt verlegen und beim dortigen Amtsgericht anmelden. Damit würde er aber automatisch die Lizenz für die 1. und 2. Bundesliga verlieren und neu bei dem Landesverband der anderen Stadt gemeldet. In welcher Spielklasse der Verein dann dort anfängt ist allerdings nicht geregelt, per Ausnahmeregelung vermutlich in der höchsten Spielklasse jeweiligen des Landesverbandes. Das ist normalerweise die 6. Spielklasse. Dann müsste sich der Verein dann erst über die Ober- und Regionalliga des jeweiligen übergeordneten Wirkungsbereichs weiter qualifizieren. Im meinem Beispiel wäre das der NOFV (Nordostdeutsche Fußballverband), als Zusammenschluss der selbstständigen Fußballverbände der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Selbst wenn wir annehmen, das der Verein aufgrund einer Ausnahmeregelung in der Regionalliga (4. Spielklasse) eingestuft wird, muss sich der Verein dennoch erst für die 3. Liga qualifizieren. Nach §6, Abs. 3 des DFB-Statut der 3.Liga ist hier „Voraussetzung für die Zulassung die sportliche Qualifikation.“

Gelingt das dem Verein auch im ersten Jahr und der Verein steigt in die 3. Liga auf, dürfte der Verein trotz späterer sportlicher Qualifikation für die 2. Bundesliga erst nach 2 weiteren Jahren aufsteigen, da erst nach diesem Zeitpunkt die 3-Jährige Verbandszugehörigkeit erreicht ist.

14 Dez 2014

Auf- und Abstieg aus der 3.Liga

Frage:

Was würde passieren, wenn aus der 3.Liga drei Mannschafen absteigen, die in die gleiche Regionalliga müssen?

Angenommen Hansa Rostock, Dynamo Dresden und Energie Cottbus steigen ab. Alle müssen in die Nordost. Spielen dann in der RL 18 bzw. 19 Teams, wenn keiner aus der Nordost aufsteigt?

Antwort:

Dies ist in der Spielordnung der jeweiligen Regionalliga geregelt. Um bei der Regionalliga Nordost zu bleiben, hier ist folgener Passus zu finden:

§ 6 Staffelstärke, Auf- und Abstieg
(4) Die Zahl der aus den Ligen des Norddeutschen FV (NFV) absteigenden Mannschaften erhöht sich, wenn die in Absatz (2) geregelte Staffelstärke durch den Abstieg von Regelabsteigern in diese Ligen überschritten wird.

Allerdings: Die Reduzierung auf die in Absatz (2) vorgebende Staffelstärke erfolgt erst im darauf folgenden Spieljahr durch eine entsprechende Erhöhung der Zahl der Absteiger aus der betroffenen Liga.

Das heißt es gibt mehr Absteiger, damit die Regelgröße von 18 Mannschaften in der Regionalliga (§6 Abs. 2) erhalten bleiben. Dies erfolgt aber erst in der darauffolgenden Saison. Dann gibt es anstatt 3 Regelabsteigern 6 Vereine die absteigen müssen. So lange spielt die Liga mit den überzähligen Teams.

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23 Mai 2014

Wo steigt man nach der Regionalliga ab?

Frage:

Wo steigt man nach der Regionalliga ab?

Antwort:

Die Regionalliga ist die 4. Spielklasse in Deutschland. Nach der Ligapyramide steigt man also in die 5. Ligaklasse, die jeweilige regionale Oberliga ab. Es gibt insgesamt 14 Oberligen in Deutschland. Diese kann aber regional auch einen anderen Namen haben, z.B. Bayernliga, Hessenliga oder Schleswig-Holstein-Liga.

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9 Okt 2013

Welches in Deutschland ausgetragene Amateur-Fußballspiel hatte die meisten Zuschauer?

Frage:

Welches in Deutschland ausgetragene Amateur-Fußballspiel hatte die meisten Zuschauer?

Antwort:

Die Antwort findet sich hier: http://www.wochenanzeiger.de/article/113643.html

1) 18.500 Zuschauer, SC Preußen Münster – Borussia M’gladbach II 3:0, Preußenstadion am 6.5.2011 (Regionalliga West, Liga 4)
2) 18.313 Zuschauer SV Waldhof Mannheim – FV Illertissen 6:0 Carl-Benz-Stadion Mannheim am 11.06.2011 (Oberliga Baden-Württemberg, Liga 5)
3) 12.421 Zuschauer, 1.FC Lokomotive Leipzig – Eintracht Großdeuben II 8:0, Zentralstadion Leipzig am 9.10.2004 (3. Kreisklasse Leipzig, Liga 11)

Allerdings gab es höhere Zuschauerzahlen bevor es eine Profiliga (Bundesliga) in Deutschland gab, das waren so gesehenen alles Amateurspiele.

Beim Finale der deutschen Meisterschaft 1937 im Berliner Olympiastadion waren zum Beispiel 101000 Zuschauer anwesend.

http://www.weltfussball.de/spielbericht/deutsche-meisterschaft-1937-finale-fc-schalke-04-1-fc-nuernberg/

17 Sep 2013

Absteiger der Regionalliga West

Frage:

Warum sind bei den verschiedenen Anbietern der Tabelle von der Regionalliga West unterschiedliche Angaben über die Anzahl der Absteiger festgelegt? Von 6 bis 4 Absteiger zu lesen.

Antwort:

In den Auf- und Abstiegsregelung der Regionalliga West im Spieljahr 2013/2014 des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes heißt es dazu:

Abstieg aus der Regionalliga West
1. Am Ende der Spielrunde steigen aus der Regionalliga West bei
– 18 teilnehmenden Vereinen/Mannschaften die vier Vereine/Mannschaften, bei
– 19 teilnehmenden Vereinen/Mannschaften die fünf Vereine/Mannschaften, bei
– 20 teilnehmenden Vereinen/Mannschaften die sechs Vereine/Mannschaften mit der geringsten Punktezahl und Platzierung in die 5. Spielklassenebene (höchste Spielklasse des jeweiligen Landesverbandes) gemäß ihrer Verbandszugehörigkeit ab.

Da die Liga in dieser Saison nur 19 Mannschaften hat, steigen 5 Vereine ab.

Quelle: http://www.wflv.de/downloads/rlw_auf_abstiegsreg_2013_2014.pdf