Darf ein Schiedsrichter aufgrund eines Zeitspiels einen Freistoß zusprechen?

Frage:

Darf ein Schiedsrichter aufgrund eines Zeitspiels von Team A, Team B einen Freistoß zu sprechen?

Habe das letztens bei einem Fußballspiel gesehen. Team A lag in der 94. Minute 2:1 in Führung und der Torwart hatte den Ball nach einer Flanke gefangen. Der Schiedsrichter stand ca. 25 Meter vor dem Tor und fand das der Torwart den Ball zu lange festhielt und gab der gegnerischen Mannschaft einen Freistoß, von da wo der Schiedsrichter stand. Entspricht so was den Regeln, ich habe es vorher noch nie gesehen.

Antwort:

Eigentlich nicht. Zeitspiel ist zwar unter Umständen ein verwarnungswürdiges Vergehen, zieht aber maximal eine gelbe Karte nach sich.

In den Fußballregeln des DFB unter Regel 12 heißt es:

Verwarnungswürdige Vergehen:
Ein Spieler erhält eine Gelbe Karte und wird verwarnt, wenn er eines der folgenden sieben Vergehen begeht:
[..]
– Verzögerung der Wiederaufnahme des Spiels
[..]

Ausnahme ist aber der Torhüter. Für Ihn gilt die 6-Sekunden-Regel (Der Torhüter darf den Ball nicht länger als sechs Sekunden in den Händen halten). Ein Verstoß wird mit einem indirekten Freistoß geahndet.

Die Situation ist daher als Verstoß gegen die 6-Sekunden-Regel des Torhüters zu sehen.






Kommentare
  1. Vor 1 Jahr

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